
Führer zur 9. Schweizerische Triennale der Skulptur Herausgegeben von der Stiftung Schweizerische Triennale der Skulptur
14x23cm. ISBN 978-3-03846-898-1
Kunstorte - Bad Ragartz 2024
Mit unserem Standortführer sind Sie auf dem richtigen Weg – Er beinhaltet alle relevanten Informationen zu den Kunstschaffenden und ihren Werken in Bad Ragaz und Vaduz. Er dient als Orientierung, wenn Sie eine unserer zahlreichen Führung buchen möchten, ein schattiges Plätzchen in einer Gartenwirtschaft suchen oder nach anderweitigen Genusserlebnissen Ausschau halten. Darüber hinaus beinhaltet der Standortführer Hintergründe zum neuen Förderungsprogramm «Labor für junge Kunst». Die Stiftung Bad Ragartz zu unterstützen, ist übrigens keine Kunst: Mit dem Kauf des kompakten und handlichen Führers werden Sie ein Teil der Zukunft der Ausstellung!
Kunst als Begegnung: Ein kleines Wort zu einem grossen Buch Künstler:innen aus aller Welt stellen an der 9. Schweizerischen Triennale der Skulptur ihre Werke aus. Mit ihrem Schaffen vermögen sie es, mehr als eine halbe Million Menschen – Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Laien und Expert:innen – zu begeistern und zu inspirieren. So ist es uns eine grosse Ehre, und ein noch grösseres Vergnügen, als Verlag für diese wundervolle und traditionsreiche Plattform im internationalen künstlerischen und gedanklichen Dialog einen bescheidenen Beitrag in Form des nun vorliegenden Buches leisten zu dürfen. Ist es auch nur ein kleines, handliches Stück Papier, so ist es dennoch ein grosses und zugleich wichtiges Buch. Denn in ihm vereinen sich die Lebenswege, die Herausforderungen, die Gedanken und die Emotionen von Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturkreisen unseres Planeten. Die Bad Ragartz ist somit ein Spiegel und gleichermassen eine repräsentative Referenz der internationalen Gegenwartskunst. Ein hoher Anspruch und eine grosse Verantwortung für einen Veranstalter, der auch nach mehr als 20 Jahren als «kleiner» Familienbetrieb Bestand hat und sich immer wieder als Organisator der grössten Freiluftausstellung Europas im dynamischen Umfeld des internationalen Kunstmarktes behaupten kann. Wie aber kann man dieser grossen Verantwortung und diesem hohen Anspruch gerecht werden? Mit Unbefangenheit und wohlwollendem Sachverständnis, mit Toleranz und mit der Absicht, den Menschen in einem offenen Dialog zu begegnen und diesen über die Grenzen der Kulturen, der Generationen sowie über die sozialen Gefüge hinweg zu fördern. Diese offene Form des gemeinsamen, schwellenfreien Dialoges wiederum ist eine wesentliche Grundvoraussetzung für die Kunst und für das Verständnis des künstlerischen Handelns. Denn das schöpferische Handeln und damit das Kunstwerk sind stets Gesten des wesenhaft Menschlichen. Das Ziel dieser künstlerisch formulierten Gesten ist es, in den Menschen den Anreiz zu wecken, sich untereinander auszutauschen. In diesem Austausch gilt es, eine gemeinsame Sprache und eine intakte Ebene der Verständigung im manchmal widersprüchlichen und bedrohlichen Weltgeschehen zu finden. Diese Sprache und diese Ebene kann, wenn man sich auf sie einlässt, die Kunst sein. Die insgesamt 88(!) Kunstschaffenden konfrontieren uns mit ihrem je eigenen Wissen, ihrer technischen Meisterschaft, ihren Farben und Formen, mit ihren persönlichen Emotionen, ihren Erinnerungen, ihren Hoffnungen und Ängsten sowie mit ihrer vehementen Kritik an den Prinzipien und den Handlungsmaximen, die in unserer zunehmend fragmentierten Lebenswelt vorherrschen. Wie können wir dieser Vielfalt an Gedanken, dieser lauten Kritik, der Summe an konkreten Darstellungen und abstrakt formulierten Fragestellungen begegnen? Wie können wir sie verstehen, auch wenn sie manchmal nicht unsere Sprache sprechen wollen? Wir können versuchen, sie zu begreifen, indem wir uns auf sie einlassen: indem wir die Farbe und die Gestalt sehen, indem wir die Form ertasten, während wir am Abend den kühlen Marmor berühren und in der Mittagssonne den heissen Stahl zu scheuen lernen. Wir können sie sehen, hören und fühlen, die Sprache der Kunst. Wir können sie erlernen, indem wir ebenso frei, unvoreingenommen wie auch mutig an die Kunst und an jene Menschen, die hinter der Kunst stehen, herangehen und uns mit ihnen in einen gemeinsamen, kritischen, konstruktivfragenden, sinnlichen und zugleich poetischen Diskurs begeben. Auf diese Weise entwickeln wir eine Beziehung zum Kunstwerk und zu seinen Schöpfer:innen. Dieses Beziehungsgeflecht eines lebendigen zwischenmenschlichen Miteinanders bildet sodann auch die Grundlage für das langjährige Bestehen und den ungebrochenen Erfolg der Bad Ragartz: Sie bringt die Menschen in der Kunst zusammen und inspiriert sie seit mehr als zwei Jahrzehnten, sich genussvoll und sinnlich, frei in Form, Farbe, Klang und Wort untereinander und über alle Grenzen hinweg auszutauschen, um damit in der Gegenwart einen ebenso kritischen wie konstruktiven Grundstein für eine positive Zukunft zu legen. Andrin Schütz und Marc Philip Seidel Verlag Seidel & Schütz
Künstler:in / Seitenzahl Katalog
Aregger Micha 34 Bezzina Bernard 36 Bierreth-von Hartungen Katharina 38 Bombardieri Stefano 40 Borer Carlo 42 Brasser Floris 44 Bürkle Bettina 46 Bütikofer Adrian 48 Caflisch Notta 50 Černý David 52 Debus Beate 56 Dilitz Mario 58 Dr Gindi 60 Dumančić Hrvoje 62 Eilergerhard Anke 64 Evenhuis Gertjan 66 Fromm Marc 68 Frommelt Beate /Hohmeister Carla 70 Glavurtić Miloš 72 Grudda Carin 74 Grüter Max 76 Gschwendtner Gert /Nitzsche P. Heinz 80 Hartlieb Ingrid 82 Hofer Karin 84 Honegger Gottfried 86 Hoppenberg Irene 88 Hörl Ottmar 90 Hunziker Christopher T. 92 Hutter Schang 94 Jastram Michael 98 Kainbacher Stefan 100 Klinge Dietrich 102 Knapp Sonja 104 Koch Christoph 106 Krähenbühl Etienne 108 Krebber Gereon 110 Kreiser Axel 112 Lechner Christel und/and Laura 114 Lehmann Nicolas 116 Loewit Georg 120 Lüpertz Markus 122 Mangeng Victor 124 Morger Pius 126 Nutt Peter 128 Plickat Jörg 130 Reist Marc 132 Ren Rong 134 Rimpel Andreas 136 Roth Max 138 Ruess Jürg 140 Ruowang Liu 142 Rünger Sven 144 Salcedo Samuel 146 Schmidlin Stephan 148 Schneebeli Joel 150 Schultze Klaus / Haug Nica 152 Siebers Stephan 154 Sieff Matthias 156 Spoerri Daniel 158 Stehle Herbert 162 Taratynov Alexander 164 Tolloy Michael 166 Vélez Gustavo 168 Vinci Sasha 170 Vionnet Nicolas / Sibum Wouter 174 Wiele Jörg 176 Wiese Martin 178 Yasuda Kan 180 Zoeÿs Aletheia Kí 184
Kunstlabor / The Laboratory for Young Art Armetta Alessandro 198 Browne Tatsuki 200 Bürcher Antoine Félix / Zin Balthazar 202 Drabek Daniel 204 «GislerGähwiler» 206 Maillard Dara 208 Prekorogja Donat 210 Süss Luca 212 «WAAG» 214 Javanbakhsh Schahed / Brogli Stettler Levin «Tento» Powell Lex M. / «Feral» Weibel Ramon 216
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