
Zürcher Schriftsteller-Verband (Hg.): Wale tragen keine Schuhe. Jahrbuch 2021. Prosa und Lyrik von 15 Autorinnen und Autoren.
13x21 cm, 108 Seiten, Hardcover, gebunden.
Erschienen im Verlag Seidel & Schütz, Oktober 2021
ISBN 978-3-03846-933-9
Wale tragen keine Schuhe. Jahrbuch ZSV 2021
Wenn aber Wale keine Schuhe tragen, weshalb spielen sie dann mit Versen?
«Dieses Jahrbuch vereint 15 völlig unterschiedliche Texte, wobei jeder einzelne es verdiente, an dieser Stelle gewürdigt zu werden. Der poetische Titel «Wale tragen keine Schuhe» verspricht nicht zu viel: Verträumtes und Lyrisches finden ebenso Platz wie das Erzählerische – Faktisches wechselt sich mit Fiktivem ab, Vergangenes mit Aktuellem. Und vielleicht stellt man sich die Frage, weshalb Wale mit Versen spiele, wenn sie aber keine Schuhe tragen...
Es sind Erlebnisse, Erinnerungen, Fantasieren und Lebenshaltungen, eben jene poetischen, kreativen und kritischen Ideen, die uns und den Worten von Autorinnen und Autoren Kraft verleihen!
Autorenschaft:
Yves Baer
Slavica Belos
Rolf Dorner
Adam J. Finn
August Guido Holstein
Dill McLain
Karlheinz Pichler
Dominik Riedo
Rita Roedel
Eduard Rosenzopf
Grete Ruille
Christa Maria Till
Percy Usleber
Gaetano Verardi
Rolf Zumbühl
Lichte Tage und mondene Nächte ohne Schnürsenkel im Jahrbuch des Zürcher Schriftstellerverbandes – Eine temporeiche Schlittenfahrt.
«Tempus fugit» – die Zeit flieht. Und zuweilen mag es Augenblicke geben, da würden wir wohl alle selbst am liebsten dem unerbittlich geduldigen Ticken in Meister Horas Reich entfliehen.
Die Autorinnen und Autoren des Zürcher Schriftsteller Verbandes aber sind der Zeit nicht entflohen. Vielmehr haben sie die Gunst und die Ungunst unzähliger Stunden eines schwierigen Jahres genutzt und die Tage mit ihren Träumen, Hoffnungen, Ängsten und Gedanken erfüllt.
Das jetzt vorliegende Jahrbuch eröffnet ihnen selbst und den zahlreichen Lesern nun den gemeinsamen Raum, die kreative schriftstellerische Essenz lichter Morgenstunden und fahler Mondnächte miteinander zu erleben.
Auf einer spannungsvollen literarischen Reise erfahren wir heiteren Gemütes, warum denn nun Blauwale tatsächlich keine Schuhe tragen möchten oder wie man mit verschmitzten Lachfalten versöhnt dem unumgänglichen Lauf der Zeit entgegengeht. Bedrückend mag die unüberwindbare Corona-Belastung im eigenen Land erscheinen, während wir uns im fernen Portugal auf eine wagemutige Schlittenfahrt mit innigem Kuss begeben.
Der Weg zurück in die Schweiz wiederum führt in die Diskussion aktueller und schwerwiegender gesellschaftlicher Problematiken. Der wachsende Druck auf die «res publica» belastet nicht nur das System und das soziale Kollektiv, sondern vielmehr auch eine jede Einzelne und einen jeden Einzelnen. So schlagen sich denn die frostige Einsamkeit und gewichtige Ängste auch in den Texten einiger Autorinnen und Autoren nieder.
Allerdings: Die Literatur kann auch in den dunkelsten Tagen als kraftvolles «remedium» fungieren. Und so kommen auch im heurigen Jahrbuch poetische Momente der Liebe, zärtlich-lyrische Passagen, freischwebende Rhythmen und würzige Ironie nicht zu kurz. Ganz nach dem Motto:
«Tempus fugit - amor manet»
(lat.: Die Zeit flieht, die Liebe ist beständig)
Andrin Schütz, September 2021Email an: verlag@seidelschuetz.org