Zeitreisen durch Lenzburg. Band 1. 20 Beiträge mit Stadtarchivar Christoph Moser / Stiftung Museum Burghalde (Hg.): 13 x 19 cm, 192 Seiten, Softcover mit Klappen, reich bebildert.
Verlag Seidel & Schütz, Zürich 2025.
ISBN 978-3-03846-868-4
Zeitreisen durch Lenzburg Bd 1
Zeitreisen durch Lenzburg
Historische Fotografien aus der Sammlung Stiftung Museum Burghalde sind gleich in mehreren Formaten zu bestaunen: als Zeituhren in Lenzburgs Gassen, im Museum Burghalde sowie im neuen Buch «Zeitreisen durch Lenzburg».
Durch verwinkelte Gassen auf alten Pfaden begibt sich Stadtarchivar und alt Stadtschreiber Christoph Moser auf Zeitreisen quer durch Lenzburg. Während Jahren durchstöberte Christoph Moser Archive, Chroniken und Fotosammlungen.
In seinem frisch publizierten Buch durchquert er seine Heimatstadt – Gufenstädtchen und einstiges Eldorado des Schnupftabaks – von der Schnapsgläschenparade zur mittelalterlichen Richtstätte und von der Witwenvorstadt zum Lustgarten der Landschreiberei. In 20 Kapiteln erzählt er Geschichten von bebenden Schweinen und schwebenden Beinen, berichtet von Musiknoten, Banknoten und Kohle. Er enthüllt Stalinblöcke und Flötenblöcke, fröhnt dem köstlichen Malaga-Wein und spürt der Polizei hinter maurischer Fassade nach. Neugierig ergründet er den Überschallknall des Chlausklöpfens und den Zauber des Jugendfests.
20 Spaziergänge auf 196 Seiten. Kurzweilig und reich bebildert.Auf Schritt und Tritt durch die Zeit
Auf Anfrage des Onlineportals «WeLoveLenzburg» verfasse ich seit Frühjahr 2000 ungefähr im Monatsrhythmus einen Beitrag mit dem Titel «Zeitreise». Zielgruppe dieser «Zeitreisen» sind vor allem Personen im jüngeren und mittleren Alter oder erst vor kurzem Zugezogene, die vieles, was in Lenzburg in den letzten Jahrzehnten passierte, nicht selbst erlebt haben. Aber auch für ältere Semester haben die «Zeitreisen» ihren Reiz, rufen sie doch die eine oder andere Erinnerung an frühere Erlebnisse wach.
Nachdem von verschiedener Seite angeregt worden war, diese «Zeitreisen» in Buchform herauszugeben, liegt nun dank der Initiative der Stiftung Museum Burghalde als Herausgeberin der erste Band mit 20 der inzwischen über 50 «Zeitreisen» vor. Weitere Bände sind in Vorbereitung.
Der Start für das Portal «WeLoveLenzburg» war schwierig, war doch damals gerade die Covid-Pandemie mit ihren schwerwiegenden Folgen für unser gesellschaftliches Zusammenleben ausgebrochen. Andererseits bot die Pandemie auch Anlass für den einen oder anderen Artikel, so beispielsweise mit den Themen Cholerahaus (auch im Rahmen einer Pandemie entstanden), geschlossenes Schwimmbad, ausfallendes Jugendfest. Im Übrigen gehen die «Zeitreisen» meist auf Ereignisse in den letzten 30 bis 70 Jahren zurück – auch auf längst Verschwundenes. Oft bilden neue oder umgebaute Gebäude, Einweihungen oder Betriebseinstellungen den Anlass für die Rückschau auf die historische Entwicklung.
Für mich als gebürtigen und hier aufgewachsenen Lenzburger bilden das im Laufe von über 70 Jahren persönlich Erlebte, meine Erfahrungen aus meiner langjährigen Tätigkeit als Stadtschreiber und die historischen Quellen im Stadtarchiv die Grundlage für diese kleinen, reizvollen Einblicke in die Vergangenheit unseres Städtchens. Dabei geht es nicht in erster Linie um historisch wichtige Ereignisse, sondern meist stehen kleinere Ereignisse im Mittelpunkt der Geschichten. Wenn die «Zeitreisen» Erinnerungen an das eine oder andere Ereignis wecken und die Veränderungen aufzuzeigen vermögen, die unsere liebenswürdige kleine Stadt im Herzen des Kantons Aargau vor allem vom 19. bis ins 21. Jahrhundert erlebt hat, so freut mich das.
Vorab gilt mein grosser Dank der Stiftung Museum Burghalde. Sie unterstützt meine Arbeit an den «Zeitreisen» durch die Zurverfügungstellung von Aufnahmen aus ihren Fotoarchiven. Ohne den tatkräftigen Einsatz der Stiftung und vor allem ihres Präsidenten, Urs F. Meier, und des Museumsleiters Dr. Marc Philip Seidel wäre die Herausgabe der «Zeitreisen» in Buchform nicht möglich gewesen. Ein herzlicher Dank geht sodann an Silvia Dell’ Aquila, die Initiantin von «WeLoveLenzburg», für die Gestaltung der «Zeitreisen» und die Bereitstellung des Materials für die Buchherausgabe. Ganz besonders danken möchte ich den grosszügigen Sponsoren, die mit ihren Beiträgen die Herausgabe des Werks in Buchform ermöglichen.
Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wünsche ich viel Vergnügen bei der Lektüre.
Christoph Moser Zeitreisender und AutorZum Geleit
Dieser mehrbändige Führer durch Lenzburgs Geschichte ist inzwischen zu einem Mehrjahresprojekt herangewachsen. In über 50 Texten hat unser Stiftungsratsmitglied Christoph Moser in unermüdlicher Arbeit und Leidenschaft etliche Momentaufnahmen aus Lenzburgs Vergangenheit zusammengetragen, bebildert und in attraktiven Rundgängen verbunden.
Christoph Moser hat damit nicht nur als Hüter unserer Geschichte(n) fungiert, sondern trat auch als deren leidenschaftlicher Erzähler in Erscheinung: Durch seine Brille hat er die Vergangenheit unserer Kleinstadt aus immer anderen Blickwinkeln beleuchtet. Sein Engagement für die Stadt, in der er aufgewachsen ist und für die er sich unter anderem als Stadtarchivar verdient gemacht hat, will hiermit gewürdigt sein. Mit einem tiefen Verständnis für die Bedeutung unserer Wurzeln hat er unzählige Stunden damit verbracht, alte Dokumente zu sichten, verloren geglaubte Geschichten zu rekonstruieren und die Erinnerungen derer, die vor uns kamen, lebendig zu halten.
Dieses als Buchreihe konzipierte Projekt «Zeitreisen durch Lenzburg» ist das Ergebnis seiner Hingabe und seiner Passion für die Geschichte, die uns verbindet und prägt. Die sorgfältige Auswahl der Fotografien und die einfühlsamen Texte laden uns ein, die Entwicklung unserer Stadt über die Jahrzehnte, gar die Jahrhunderte hinweg nachzuvollziehen. Wir sehen nicht nur Gebäude und Landschaften, sondern auch die Menschen, die hier lebten, arbeiteten und träumten. Sie sind es, die unsere Stadt zu dem gemacht haben, was sie heute ist. Unser Stadtarchivar hat mit viel Feingefühl die Geschichten hinter den Bildern eingefangen, sodass wir uns mit der Vergangenheit verbunden fühlen können.
Als langjähriger Präsident der Stiftung Museum Burghalde zur Erhaltung unseres kulturellen Erbes ist es mir eine grosse Ehre und wahrlich ein Vergnügen, diese bemerkenswerte Kolumnensammlung zu präsentieren.
Das vorliegende Buch ist mehr als nur eine Sammlung von historischen Ansichten; es ist ein wertvolles Dokument, das zukünftigen Generationen helfen wird, die Identität und den Charakter unserer Stadt zu verstehen. Christoph Moser hat uns ein Erbe hinterlassen, das uns daran erinnert, wie wichtig es ist, unsere Geschichte(n) zu bewahren und zu würdigen. Ich möchte ihm von Herzen für seine grosse Arbeit danken.
Möge dieses Werk nicht nur unsere Erinnerungen wachhalten, sondern auch die Neugier der kommenden Generationen wecken, die Geheimnisse und Geschichten unserer Stadt zu entdecken.
Lassen Sie uns gemeinsam zu den Zeitreisen aufmachen und die Schönheit unserer Stadt feiern. Ihre Reise in die Vergangenheit beginnt hier!
Urs F. Meier Präsident Stiftung Museum BurghaldeVorwort
Zum Geleit
Zeitreisen
Unten beben Schweine, oben schweben Beine
Viel Lärm und nichts beim Cholerahaus
Über 200 Jahre Zielschiessen auf der Schützenmatte
Hurra! Die Badi ist wieder offen
Das gedämpfte Jugendfest Als die Italiener kamen …
Die Poststrasse ohne Post
Von Musiknoten zu Banknoten – auch Kohle spielt mit
Eisenbahn Teil 1: Der Eisenbahntunnel, durch den kein Zug mehr fährt
Eisenbahn Teil 2: Die Spitzkehre
Eisenbahn Teil 3: Der Stadtbahnhof
580 Bourbaki-Soldaten in Lenzburg
Aus eins mach sechs – die Lenzhardstrasse und ihre «Nachfahren»
Woher der Name «Oberer Scheinenweg» stammt
Die Burghaldenstrasse, Lenzburgs «Bauernmeile»
Vom Lenzburger Bier
Vom Lenzburger Wein
Der Maler Werner Büchly – vergessen und doch stets präsent
El Dorado des Schnupftabaks
Vom Seilereibetrieb zu Mammut Sports
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